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Milchaustauscher Kälber – wie das Kalb sie braucht

Kälber stellen in den ersten Wochen ihrer Entwicklung vom Milchtrinker zum Wiederkäuer erhöhte Ansprüche an die Versorgung mit Energie und Nährstoffen. Eine intensive Fütterung in den ersten Lebenswochen nach dem Konzept der metabolischen Programmierung wirkt sich durch die bessere Organ- und Euterentwicklung deutlich auf die spätere Milchleistung aus. Ein solch intensives Wachstum stellt allerdings besondere Anforderungen an die Nährstoffausstattung und Proteinqualität eines Milchaustauschers. Das SALVAlac Aufzuchtmilchprogramm bietet eine Reihe von entwicklungsgerechten Tränkerezepturen, ausgestattet mit der einzigartigen Wirkstoffkombination "AMINOpro - Komplex", die eine bedarfsoptimierte Versorgung des Kalbes erlauben.

Bedeutung der Kälberfütterung

Die Versorgung der frisch geborenen Kälber in den ersten Lebensstunden nach der Geburt legt den Grundstein für die zukünftige Entwicklung des Kalbs. Da Kälber ohne eigenen Immunschutz zur Welt kommen, ist die frühe Gabe von Kolostrum entscheidend, um die Kälber vor Infektionen zu schützen und einen starken Immunschutz aufzubauen. Die Darmwand der Kälber ist kurz nach der Geburt am durchlässigsten. Somit kann die Biestmilch und damit die Antikörper in diesem Zeitraum am besten aufgenommen werden. Doch auch in den Wochen danach ist die Ernährung ein wichtiger Faktor, um das Risiko von Krankheiten und damit verbundenen Abgängen zu minimieren. Daher ist es wichtig, die Fütterung mit geeigneten Milchaustauschern sicherzustellen, die den Bedürfnissen der Kälber entsprechen. Eine optimale Fütterung der Kälber in den ersten Lebenswochen trägt maßgeblich zu einer langfristigen Gesundheit der Tiere bei.

Grundlagen der Kälberernährung

Das Verdauungssystem von Kälbern entwickelt sich in den ersten Lebenswochen nach der Geburt. Bei der Geburt hat der Labmagen zunächst ein Fassungsvermögen von ca. 2 Litern. Nach 12 Wochen liegt das Fassungsvermögen bei ca. 7 Litern. In den ersten Lebenswochen sind Kälber noch nicht als Wiederkäuer zu betrachten, da die Entwicklung des Pansens erst allmählich folgt. Durch das Wachstum der Kälber steigt der Energiebedarf in den ersten Lebenswochen schnell an. Auch der Übergang zwischen Kolostral- und Milchaustauscherphase stellt eine Herausforderung dar und kann mit einem Energiedefizit verbunden sein, da die Energie- und Nährstoffversorgung gut abgestimmt werden sollte. Eine bedarfsgerechte Energieversorgung ist mit praxisüblichen Tränkeverfahren oft nur schwer zu gewährleisten.

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Häufig ist an mäßigen Wachstumsraten zu erkennen, dass Aufzuchtkälber in den ersten Lebenswochen nicht ausreichend versorgt werden. Es lässt sich ein Energiedefizit von 25% ableiten. Somit haben die Kälber keine Widerstandsfähigkeit, um alltäglichen Herausforderungen wie nasskalten Haltungsbedingungen oder erhöhtem Infektionsdruck standzuhalten. Die Energielücke kann sich bei Umgebungstemperaturen unterhalb des thermoneutralen Bereichs der Kälber zwischen 15 und 25 °C vergrößern. Wird die Versorgung nicht angepasst, kann aufgrund des Energiemangels eine zögerliche Gewichtsentwicklung, eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit und ein kümmerliches Erscheinungsbild zu erkennen sein.

Viele Fütterungskonzepte sehen eine restriktive Milchaustauscher-Versorgung beim Kalb vor, um früh Festfutter aufzunehmen und durch frühes Absetzen Milchaustauscher einzusparen. Die Problematik dabei ist, dass die Entwicklung zum Wiederkäuer ebenfalls altersabhängig ist. Erst ab einem Mindestalter von 4-5 Wochen werden Festfutteraufnahme, sowie die natürliche Entwicklung des Pansens bei restriktiver Milchversorgung in höherem Maße gefördert

Anforderungen an die Fütterung mit Milchaustauscher in den ersten Lebenswochen

In der Haupttränkephase, von der 2. bis zur 5. Lebenswoche, wird eine Tränkekonzentration von 150 g Milchaustauscher pro Liter Wasser eingestellt. Gleichzeitig ist es wichtig die absolute Tränkemenge pro Tag innerhalb der 2. Lebenswoche kontinuierlich bis auf das Maximalniveau (ca. 8 Liter Tränke pro Tier und Tag) zu steigern. Eine erhöhte Tränkemenge kann insbesondere bei kalten und feuchten Haltungsbedingungen notwendig sein. Bei der Eimertränke wird zur Anpassung an hohe Tränkemengen eine Aufteilung der Tagesmenge in 3 Gaben empfohlen. Die Maßnahmen der Steuerung der Tränkemenge und Tränkekonzentration eines hochverdaulichen Milchaustauschers, sorgen dafür, dass in dieser sensiblen Phase die Energieversorgung mit verwertbaren Nährstoffen vollständig abgedeckt wird. Das junge Kalb ist zu diesem Zeitpunkt nur mit Verdauungsenzymen, die auf Milchprodukte ausgelegt sind, ausgestattet. Das Kalb ist auf eine hochwertige Energieversorgung durch gut verdauliche Milchprodukte angewiesen.

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Bei der Tränke mit Milchaustauscher beim Kalb erfolgt aufgrund der Ausflockung durch Labferment ein langsameres Verdauen des Käseeiweißes. Dadurch wird eine Überlastung der Proteinverdauung vermieden und ideal zusammengesetzte Nährstoffe fluten gleichmäßig an, sodass diese effizient verdaut werden können. Pflanzliche Proteinträger sind aufgrund der schlechten Verdaulichkeit in den ersten Lebenswochen nicht geeignet, da sie die Verdauung belasten und Krankheiten hervorrufen können. Gerade in den ersten Lebenswochen sollten diese pflanzliche Proteinträger beim Kalb nur begrenzt eingesetzt werden. Erst darauf aufbauend lässt sich ein problemloses Abtränken und eine stabile Pansenentwicklung einleiten.

Im Anschluss an die Haupttränkephase folgt die 4 – 6-wöchige Abtränkephase. In dieser Phase wird die Tränkekonzentration grundsätzlich auf 125 g pro Liter Wasser eingestellt, sowie die Tränkemenge kontinuierlich eingeschränkt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Kalb entwicklungsmäßig in der Lage, hochwertige Kälberstarter) aufzunehmen und zu verwerten. Parallel dazu stimuliert eine marginale Milchaustauscherversorgung jetzt die Festfutteraufnahme und fördert die natürliche Pansenentwicklung.

SALVANA bietet verschiedene Milchaustauscher mit unterschiedlichen Anteilen an Magermilch an. Unterschiedliche Milchaustauscher sorgen für Anpassungsmöglichkeiten an verschiedene Tränkekonzepte, etwa die ad-libitum- sowie die restriktive Fütterung. Es werden pflanzliche Wirkstoffe verwendet und die SALVANA Milchaustauscher können durch verschiedene Wirkstoffe eine vorbeugende Wirkung bei Durchfall haben.
Weitere Informationen zum Thema Durchfall beim Kalb finden Sie in unserem Fachartikel) .

Was trägt zu einem guten Tränkemanagement bei?

Um ein gutes Tränkemanagement auf dem Betrieb durchzuführen, können verschiedene Faktoren beitragen. Die Anrührtemperatur des Milchaustauschers sollte bei 40 - 42°C liegen, um die Kälber später mit der Milch bei einer Temperatur von 35-40°C zu tränken. Die Konzentration des Milchaustauschers sollte dabei zwischen 125 und 150 g je Liter liegen. Die Kälber sollten über den Nuckel getränkt werden, um den Saugreflex zu befriedigen und eine langsame Aufnahme der Milch sicherzustellen. Dadurch kann fütterungsbedingten Durchfällen vorgebeugt werden. Bei Nuckeln mit Kreuzschlitz ist es sehr wichtig, dass das Kreuz geradesteht. Zudem sollte die Nuckeleimer regelmäßig gereinigt werden, um die Kälber vor einer möglichen Ausbreitung von Krankheitserregern zu schützen.

Im SALVANA-Fütterungskonzept für Aufzuchtkälber werden diese Vorgaben konsequent umgesetzt. Die Produktreihe SALVAlac Aufzuchtmilch bietet verschiedene Milchaustauscher für Kälber mit entwicklungsgerechten Tränkerezepturen, die eine bedarfsgerechte Versorgung des Kalbs sicherstellen sollen. Die Auswahl des passenden Milchaustauschers, der optimal auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Betriebs und Ihrer Kälber abgestimmt ist, kann in enger Zusammenarbeit mit einem unserer  Fachberater im Außendienst  erfolgen. Unsere Fachberater verfügen über umfassendes Fachwissen und praktische Erfahrung, um Sie bei der Auswahl des richtigen Milchaustauschers für Ihr Kalb bestmöglich zu unterstützen. Gemeinsam können Sie die spezifischen Anforderungen Ihres Betriebs sowie eventuelle besondere Bedürfnisse berücksichtigen. Ziel ist es, eine bedarfsgerechte und optimale Versorgung Ihrer Kälber mit Milchaustauscher sicherzustellen, um die Gesundheit, Entwicklung und Leistungsfähigkeit der Kälber zu fördern. Durch die persönliche Beratung vor Ort können wir individuell auf Ihre Fragen eingehen, mögliche Herausforderungen identifizieren und betriebsindividuelle Empfehlungen aussprechen. So stellen wir sicher, dass die Fütterung Ihrer Kälber auf die Gegebenheiten Ihres Betriebs abgestimmt ist.

ansprechpartnerin im aussendienst im stall, fachliche beratung individuell auf ihren betrieb abgestimmt

Persönliche Beratung

Jeder Betrieb ist individuell, daher führen unsere Fachberater im Außendienst eine betriebsspezifische Beratung durch und erarbeiten - gemeinsam mit Ihnen - ein auf Ihren Betrieb abgestimmtes Fütterungskonzept.

ansprechpartner im aussendienst, individuelle beratung vor ort im stall durch unsere fachberater von salvana